Lymphödem

Lymphödem

Beim Lymphödem wird die Flüssigkeit bis in die obersten Hautschichten zurückgestaut. Dadurch wird die Haut immer dicker und die Poren erscheinen vergrößert. Dem Betrachter erscheint die Haut wie eine Orangenschale. Das Lymphödem kann symmetrisch oder asymmetrisch auftreten. Es kann jede (!) Körperregion betreffen. Füße und Hände sind fast immer mitbetroffen. Die Haut ist dadurch, dass sie verdickt ist, nur schwer zwischen zwei Fingern zu einer Falte zusammenzuziehen von der Unterlage abzuheben: sog. positives Stemmer Zeichen.

Die Haut ist gespannt, aber noch weich. Zu Beginn kann die betroffene Körperregion noch eingedrückt werden. Das Ödem ist dellbar. Schmerzen treten nicht auf. Allerdings bemerkt der Patient ein Spannungsgefühl. Nachts im Liegen wird die Flüssigkeit wieder über die Nieren ausgeschieden. Morgens ist alles wie immer. (Stadium I)

Je länger die Störung besteht, desto härter wird das Gewebe. Eiweiß lagert sich ab. Die Bindegewebszellen vermehren sich. Es entsteht eine Fibrose. Eine Delle kann schon länger nicht mehr eingedrückt werden. Auch verschwindet die Schwellung nicht mehr vollständig über Nacht. Das Spannungsgefühl ist besser geworden. Schmerzen bestehen weiterhin keine. (Stadium II)

Wenn viele Jahre keine Behandlung erfolgt, kann die betroffene Körperregion groteske Formen annehmen. Ist ein Bein betroffen, ist es oft mehr als doppelt so dick wie normal. Die Haut ist derb. Oft zeigen sich kleine Bläschen oder Knötchen. Nicht selten entstehen chronische Wunden. Das Risiko einer gefährlichen Entzündung, der Wundrose, ist hoch. (Stadium III)